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Zocken am Smartphone: Handyspiele hängen PC-Games ab

Handyspiele beliebter als PC
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Hat der PC als Plattform für Zocker bald ausgedient? Ganz so drastisch kommt es wohl nicht, allerdings bevorzugen mittlerweile immer mehr Menschen Handyspiele auf dem Smartphone, anstatt digitale Abenteuer auf Computer oder Konsole zu erleben. Das ergab eine Studie des Marktforschungsunternehmens Growth from Knowledge (kurz: GfK).

Ob Rätselspiel, Drei-Gewinnt, Rollenspiel oder Jump’n’Run: In den Appstores von Google und Apple findest Du alles, was das Herz begehrt. Denn die Plattformen sind prall gefüllt mit kostenlosen Spielen – und die gefallen den deutschen Nutzern offenbar sehr gut. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK herausfand, zocken immer mehr deutsche Spieler lieber auf dem Smartphone als auf dem PC. Bisher war der Computer die beliebteste Spieleplattform der Deutschen.

Handyspiele gewinnen Fans

2016 nutzten etwa 17,4 Millionen Deutsche den PC und 17,3 Millionen das Smartphone zum Spielen. Während der Unterschied vor zwei Jahren noch knapp war, gibt es mittlerweile einen klaren Sieger. Im Jahr 2017 standen 18,2 Millionen Handyspiele-Begeisterte nur 17,3 Millionen Deutschen gegenüber, die ihre Gaming-Helden über den PC-Bildschirm steuerten. Die Zahl der Konsolen-Fans stieg von 15,8 auf 16 Millionen. Die erste Wahl für Mobilegames scheint jedoch vor allem das Smartphone zu sein, denn die Zahl der Tablet-Spieler blieb in beiden Jahren bei 11,5 Millionen.

Handyspiele Statistik
Handyspiele sind auf dem Vormarsch.

Smartphones begeistern immer mehr Deutsche fürs Spielen

Einer der Gründe für die steigende Beliebtheit von Mobilegames könnte sein, dass die Gaming-Apps immer dabei sind. Im Bus, in der Bahn oder im Park kannst Du Dein Smartphone zur Hand nehmen und eine Runde online oder offline zocken. Zugegeben, das Konzept von portablem Spielen ist nicht neu, schließlich gibt es schon lange Handheld-Konsolen, die in jede Tasche passen. Aber anders als Nintendo DS, PS Vita und Co. haben die meisten Menschen das Smartphone ohnehin immer dabei. Deshalb sind Tablets zum Spielen auch weitaus weniger beliebt.

Darüber hinaus ruft die Vielzahl an kostenlosen Spielen nicht nur Hardcore-Zocker auf den Plan, sondern vor allem sogenannte Casual Gamer, Nutzer, die nur gelegentlich daddeln und die sich vor allem für andere Spiele interessieren. Gelegenheitsspieler bevorzugen leicht verständliche Puzzlespiele und niedliche Grafiken, wohingegen eingefleischte Zocker oft mehr Wert auf Rollenspiele oder Shooter legen, die mit vielen Missionen, realitätsnaher Steuerung und einem ausgeklügelten Level-System aufwarten. Erst mit dem Free-to-Play-Konzept wurden kurzweilige Titel beliebt, die vorher nur wenig Beachtung fanden. Sogar auf der Gamescom, einer der größten Spielemessen der Welt, stehen mittlerweile Handyspiele auf der Agenda.

Free-to-Play bedeutet, dass Du ein Spiel herunterladen und kostenlos spielen kannst. Du musst für zusätzliche Inhalte, wie Items und weitere Leben jedoch bezahlen. Eine solche Transaktion nennt sich Micropayment. Beispiele hierfür Free-to-Play-Games sind die bekannten Drei-Gewinnt-Spiele wie Candy Crush Saga und Bauernhof-Simulationen wie FarmVille.

Handyspiele sind keine Konkurrenz

Handyspiele Controller
Mittlerweile gibt es sogar Controller für Smartphones.

Auch, wenn die Zahlen im ersten Moment den Eindruck erwecken, dass Handyspiele den PC und die Konsolen Stück für Stück vom Markt drängen, fürchten Spieleentwickler die Tendenz eher weniger. Im Gegenteil: Die Appstores sind auch für die Größen der Branche besonders lukrativ. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand lassen sich solide Handyspiele programmieren und veröffentlichen. Nicht umsonst erscheinen immer mehr beliebte Konsolen- und PC-Titel als Ableger für Smartphones und Tablets. Einige Beispiele: Super Mario Run, Fallout Shelter, Final Fantasy und The Elder Scrolls: Blades. Darüber hinaus eröffnen sich auch für andere Hersteller der Gaming-Industrie neue Möglichkeiten. So gibt es mittlerweile sogar spezielle Gaming-Smartphones und -Tablets und Zubehör, wie Controller, in die Du Dein Handy einspannst. Das soll auch eingeschweißte Zocker dazu bringen, das Smartphone zum Daddeln zu benutzen.

Durch Handyspiele gewinnen App-Entwickler nicht nur neue Spieler, sondern verdienen auch mehr Geld. Die sogenannten Micropayments sind ein lohnenswertes Geschäft für Entwickler und Publisher. Smartphone-Spieler sind häufig eher bereit, innerhalb eines kostenlosen Spiels für zusätzliche Items und Outfits Geld zu bezahlen, als eine App zu kaufen. Das zeigt auch die Statistik der GfK: Kostenpflichtige Apps rücken immer mehr in den Hintergrund. Bis 2015 wurden noch 20 Millionen Euro Umsatz mit Vollpreisspielen erzielt, 2017 waren es hingegen nur noch 16 Millionen. Im Gegensatz dazu machten Anbieter von Mobilegames in Deutschland im Jahr 2015 etwa 295 Millionen Euro Umsatz mit Ingame-Käufen. 2017 stieg die Zahl auf über 481 Millionen.

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