Startseite Entertainment DEINHANDY History: Von der Kontaktanzeige zur Dating-App

DEINHANDY History: Von der Kontaktanzeige zur Dating-App

Bubbles Dating-Apps
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Die erste Kontaktanzeige wurde vor genau 326 Jahren veröffentlicht. Tinder, Parship und Co helfen einsamen Herzen das große Glück zu finden. Früher war das längst nicht so einfach. Vor allem aber ging es nicht darum, Erfüllung in der Liebe zu finden – viel öfter ging es ganz pragmatisch ums liebe Geld.

Once upon a Time

Romantisch wie der Beginn eines Märchens war die erste Heiratsannonce bei weitem nicht. Als in der britischen Zeitung „Collection for improvement of husbandry and trade“ – zu Deutsch „Sammlung für den Fortschritt in Landwirtschaft und Handel“ – am 19. Juli 1692 die erste Kontaktanzeige mit den Worten

„Ein Herr von etwa 30 Jahren mit ansehnlichem Besitz sucht eine junge Dame mit einem Vermögen von ca. 3000 Pfund.“

erschien, staunte so mancher Leser nicht schlecht. Das lag allerdings nicht am geforderten Geldbetrag, sondern an der öffentlichen Suche. Das war ungewöhnlich im gerade entstehenden Bürgertum, an das sich die Zeitung wendete. Erst Hundert Jahre später entwickelte sich ein regulärer Heiratsmarkt in Zeitungen und Journalen.

Mann in viktorianischer Kledung hinter einem Sessel

Zeigt her eure Mitgift

Was heute verpönt ist, galt damals als absolut legitim. In Heiratsannoncen wurde kaum ein Wort über Charaktereigenschaften und Vorlieben verloren – die Mitgift der Frau war das zentrale Thema. Genaue Vorstellungen über den Betrag, den der Brautvater zu entrichten hatte, gehörten zur Anzeige.

Andere Zeiten, andere Sitten
Die Frau selbst konnte sich ihren Mann zumeist nicht aussuchen. Neigungsheiraten waren selten in der mittelständigen und adligen Gesellschaft bis ins 20. Jahrhundert. In der rein männerdominierten Welt vergangener Zeiten mussten Brautväter für den Unterhalt, also der Mitgift ihrer Töchter aufkommen, damit sie dem angetrauten Ehemann nicht zur Last fallen. Je nach Stand des künftigen Gatten wurde der Betrag ausgehandelt. Hier galt: Je höher der Status des Mannes, desto stattlicher hatte die sogenannte Mitgift auszufallen.

Ein Hoch auf den Wohlstand

Nach dem Zweiten Weltkrieg feierten Heiratsannoncen und –institute Hochkonjunktur.

Während der Wohlstandsjahre der 50er in der Bundesrepublik Deutschland blieb zwar das Interesse an einem Partner mit Geld, doch rückten nun Gefühle und Sympathie mehr in den Mittelpunkt.
Das Konzept Ehe verlor in den nächsten Jahrzehnten an Bedeutung. In den 70ern suchten Frauen wie Männer gezielt das individuelle Glück oder die lustvolle Erfüllung.

I can Do It Woman

Neue Kontaktform: Der Teletext

TV Test-Bild

Mit den 80er Jahren begann auch technologisch eine neue Ära der romantischen Befreiung. 1980 begann der zehnjährige Testbetrieb vom gemeinsamen Videotext von ARD und ZDF, der dann 1990 in den Regelbetrieb wechselte. Neben Nachrichten und Programminfos entwickelte sich dem Siegeszug des Handys ein neues Format: Der Videotext-Chat war geboren. Per SMS werden noch heute Nachrichten gesendet, die auf dem Bildschirm per Teletext angezeigt werden.

Online-Dating

Mit dem Internet entstand Mitte der 90er die ersten Dating-Plattformen. Das Prinzip war schon damals oft recht ähnlich: Nach einem langem Fragebogen und Persönlichkeitstest werden bis heute potenzielle Partner angezeigt. Neben gratis Dating-Seiten kosten vermeintlich erfolgsversprechende Angebote meistens Geld – Premium-Mitgliedschaften kommen bei einigen Dating-Seiten auf rund 60 Euro im Monat.

So einfach wie nie – Dating-Apps

Als dann ab 2006 das Smartphone die Welt zu erobern begann, kamen bald auch die ersten Apps auf den Markt. 2017 nutzten in Deutschland nur 10 Prozent aller Nutzer noch mobile Browser. Die meisten laden eine passende App. So ist es auch mit Dating-Plattformen. Die gibt’s als App zum Download und so kann heute jeder unterwegs die neusten Matches ansehen und direkt mit einem Date in Kontakt treten. So vielseitig wie unsere Gesellschaft, so vielseitig sind auch die angebotenen Portale – ganz auf die Vorlieben der Nutzer zugeschnitten. Mit Apps, in denen Seitensprünge angeboten werden, über Fetisch-Seiten bis hin zur Suche nach dem perfekten Partner mit Stil und Niveau ist alles dabei.

Huawei P20

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