Startseite News & Trends CES 2018: Smart Home und die zickigen Roboter der Neuzeit

CES 2018: Smart Home und die zickigen Roboter der Neuzeit

CES 2018: Smart Home und die zickigen Roboter der Neuzeit
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Amazons KI, Google Home und Robotik: Das smarte Zuhause spielt auf der aktuellen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas eine Hauptrolle und drängt die neuen Smartphones auf die hinteren Ränge. Letztere werden ihren großen Auftritt vermutlich im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona haben. Doch jetzt ist erst einmal die Zeit der smarten Heimgeräte gekommen. Einige von ihnen hatten auf der CES 2018 allerdings keine große Lust sich von ihrer besten Seite zu zeigen.

Glücklicherweise fiel die CES 2018 nicht ganz ins Wasser, allerdings verursachte der Starkregen in den USA einige Pannen. So musste die Messehalle von Google aus Sicherheitsgründen kurzfristig evakuiert werden. Der Regen sorgte allerdings auch im Nachhinein noch für Ärger. Gegen Elf Uhr Ortszeit fiel auf einer der größten Technikmessen der Welt der Strom aus – für satte zwei Stunden. Betroffen waren unter anderem Stände von Sony, LG und Samsung. Trotzdem haben es alle drei Hersteller geschafft, ihre neuesten Entwicklungen aus de, Bereich Fernseher, Video, Smartphones und natürlich Smart Home vorzustellen. In letzterem Bereich hat sich im Vergleich zu 2017 eine Menge verändert.

Samsungs Welt der Smart Things

Samsungs Bixby hat immer noch ein Problem: Der Assistent spricht nur Koreanisch, Englisch und Chinesisch. Trotzdem soll er in diesem Jahr aus dem Smartphone in zahlreiche andere Smart Home-Lösungen wandern und dort seine Dienste tun. Der Plan des Unternehmens sieht schließlich vor, dass das ganze Haus des Konsumenten mit Samsung-Geräten ausgestattet ist, die über Bixby gesteuert werden können. Die Waschmaschine wird per Befehl gestartet, Bixby erzählt dem Nutzer, welche Zutaten für das Abendessen noch im Kühlschrank sind und bestellt bei Bedarf neue. Samsung spricht dabei von Smart Things und meint damit alle Geräte, die in irgendeiner Weise mit dem Internet verbunden sind.

Eine smarte Fernbedienung für das Zuhause

Twist
Bosch Twist steuert alle Smart Home-Geräte.

Smart Home wird meist per App auf dem Smartphone oder über künstliche Intelligenzen wie Alexa und Google Home gesteuert. Beide Formen der Steuerung haben allerdings ihre Nachteile: Ist das Smartphone gerade leer, kann die Technik zuhause nicht gesteuert werden. KIs sind mit komplexeren Anfragen hingegen meist noch überfordert. Bosch hat eine Alternative: Bosch Twist. Die smarte Fernbedienung wird mit einer magnetischen Halterung an der Wand angebracht und kann dort direkt auf Knopfdruck alle Smart Home-Komponenten steuern. Auf dem Display werden zudem Temperaturen und Statusmeldungen einzelner Geräte angezeigt. Die Fernbedienung soll 150 Euro kosten und Mitte des Jahres auf den Markt kommen.

Bereit für smarte Assistenten

Da Smart Home ein immer interessanteres Thema wird, werden auch die technischen Grundlagen immer besser. Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten sind mit dem WLAN-Standard 802.11ax möglich und die immer schnellere Datenübertragung soll in Zukunft natürlich mit 5G wahr werden. Dabei wird auch die Bedienung immer leichter. Viele Neuentwicklungen sind mit den Sprachassistenten Alexa, Google Assistant, Siri und auch Cortana ausgestattet oder zumindest kompatibel. Für Google und Amazon ein wichtiger Punkt, schließlich wollen sich beide Hersteller nicht von Samsung und Bixby überholen lassen. Apple will jetzt zu Beginn des neuen Jahres ebenfalls endlich mit seinem intelligenten Lautsprecher HomePod an den Start gehen. Dieser sollte bereits ab Ende Dezember in den USA, Australien und Großbritannien verkauft werden, verzögerte sich allerdings. Damit hängt Apple zeitlich gesehen zwar ein wenig hinter Amazon und dem Internetriesen zurück – wie sich das am Ende in den Marktanteilen auswirkt, bleibt allerdings abzuwarten.

Somnox
Smart Home erobert mittlerweile immer mehr Bereiche, wie zum Beispiel das Schlafzimmer.

Die Roboter kommen erstmal nicht

LG CLOi
CLOi sieht niedlich aus, kann aber auch zickig, wie sie auf der CES bewies.

Smart Home und Robotik werden fast immer in einem Atemzug genannt. Schließlich ist die Traumvorstellung, dass der Kühlschrank unsere Lebensmittel einkauft, die Heizung die Wohnung auf die perfekte Temperatur vorheizt, bevor wir nach Hause kommen und Androiden sich darum kümmern, dass es immer sauber und aufgeräumt ist. Gerade letzteres wird aber noch eine Weile auf sich warten lassen. Denn die aktuell auf der CES 2018 gezeigten Helfer lassen noch einige Wünsche offen. So kam LGs CLOi ihren Machern bei der Präsentation in die Quere und ließ sich einfach nicht aktivieren. Die Helfer aus der Reihe sollen in Zukunft servieren, beim Einkaufen helfen, in Hotels und auf Flughäfen arbeiten. Bis dahin wird es aber vermutlich noch ein wenig dauern. Ein kleiner Trost für LG: Auch bei anderen Herstellern gibt es einige Probleme. Die Roboterdame AMY von AMY Robotics sollte ein Gruppenfoto schießen, weigerte sich aber beharrlich. Zuvor hatte sie noch ganz brav den Wetterbericht angezeigt, fotografieren wollte sie dann aber nicht mehr. Solche Fehler passieren immer wieder, was zeigt, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir Technologien dieser Art in unseren Alltag integrieren werden.

Die Kuriosität der CES 2018

Natürlich gibt es auch auf dieser Messe immer wieder einige Kuriositäten. Das niederländische Unternehmen Somnox bietet ein Kissen an, das beim Einschlafen helfen soll. Es handelt sich um einen Schlafroboter, der im Arm gehalten wird und sich hebt und senkt, als würde er atmen. Er soll beruhigend wirken und einen schlafenden Menschen imitieren. Dabei kann das Gerät auch Musik abspielen oder andere Geräusche von sich geben. Ob das smarte Kuschelkissen für Erwachsene wirklich etwas bringt? Wir sind skeptisch.

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