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5G-Netzausbau: Lokales Roaming für bessere Netzabdeckung?

Lokales Roaming für den 5G-Ausbau
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Die deutsche Bundesregierung bringt neue Lösungsvorschläge für die Verbesserung der Netzabdeckung in Deutschland vor. Der Funkstandard 5G spielt dabei natürlich eine zentrale Rolle. Lokales Roaming könnte künftig dabei helfen, Deutschlands Funklöcher zu schließen.

Der Ausbau des deutschen 5G-Funknetzes läuft auf Hochtouren. Mittlerweile ist jedoch klar, dass die Provider Telekom, Vodafone und Telefonica (O2) ihre Netze bis zur Inbetriebnahme im Jahre 2020 nicht flächendeckend zur Verfügung stellen werden können. Angela Merkel sieht dies jedoch nicht kritisch. Auf dem Arbeitgebertag in Berlin erklärte die Bundeskanzlerin, dass es nicht das Ziel sei, Deutschland direkt mit einem flächendeckenden 5G-Netz auszustatten. Viel wichtiger sei es, die bestehenden Funklöcher zu stopfen, zumal in vielen kleinen Städten und auf dem Land selbst 3G- oder 4G-Verbindungen bislang eine Seltenheit sind. Auch Forschungsministerin Anja Karliczek sagte vor kurzem, dass „5G nicht an jeder Milchkanne notwendig sei“, da das Angebot für entsprechende Anwendungen bisher überschaubar ist.

Lokales Roaming für ein flächendeckendes Netz

Laut Merkel braucht ein flächendeckendes deutsches Netz rund 10.000 neue Funkmasten. Dass die Provider diese Anzahl in den nächsten vier Jahren bereitstellen können, ist jedoch utopisch. Noch dazu wäre das Gesamtnetz damit lediglich virtuell flächendeckend. Real haben die einzelnen Netze (Telekom, Vodafone und Telefonica) trotzdem Lücken, sodass Kunden auch weiterhin an vielen Orten keine ausreichende Mobilfunkverbindung bereitgestellt bekommen. Um diesem Flickenteppich entgegenzuwirken, wollen die Union und die SPD die Netzanbieter künftig dazu verpflichten die Netze gegenseitig zu öffnen – also ein Lokales Roaming zu integrieren. Der Nutzer wechselt dann je nach Standort in das vorhandene Netz, egal an welchen Betreiber er vertraglich gebunden ist.

Neue Auflagen für die Netzbetreiber

Um Lokales Roaming umzusetzen, soll die Bundesnetzagentur mehr Spielraum bekommen. Provider, die sich nicht an die Abmachungen halten und deshalb ihren Kunden ein unzureichendes Mobilfunknetz zur Verfügung stellen, sollen mit Bußgeldern abgemahnt werden. Außerdem muss ein Anbieter für die Öffnung seines Netzes von der Partei, die kein lückenloses Netz stellen kann, mit Geld entschädigt werden.

Auch gegenüber Kunden sollen die Netzbetreiber transparenter werden.  Die Bundesregierung fordert, dass vor Vertragsabschluss offengelegt wird, wie gut das Netz des Betreibers ausgebaut ist und wo die Leistungen des Tarifs überhaupt in Anspruch genommen werden können.

Quellen: tagesschau.de, faz.net

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