Startseite Ratgeber Akkus und Powerbanks - Alles zum Thema Energie Akku-Mythen rund ums Smartphone: Was stimmt wirklich?

Akku-Mythen rund ums Smartphone: Was stimmt wirklich?

Akku-Mythen
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Lade Dein Smartphone immer vollständig auf. Lass Dein Handy niemals über Nacht am Netzteil. – Wer kennt sie nicht? Die Akku-Mythen der Smartphone-Welt. Wir klären auf, welchen Aussagen ihr vertrauen könnt und was nicht stimmt.

Mythos 1: Akku immer voll aufladen

Ein moderner Akku muss nicht komplett aufgeladen werden. Der optimale Ladezustand eines Akkus liegt nach Meinungen von Handy-Experten zwischen 30 und 70 Prozent, denn die Lithium-Ionen-Akkus arbeiten am zuverlässigsten im Mittelbereich. Wird der Akku ständig auf 100 Prozent gehalten wird, altert er schneller. Ebenso bei der Tiefenentladung, also wenn der Akkustand auf null Prozent fällt. Dabei sinkt die Spannung unter die Entladeschlussspannung und der Akku kann dauerhaft beschädigt werden.

Mythos 2: Memory-Effekt

Der Akku merkt sich den letzten Ladezustand und bei erneuter Ladung lädt er nur noch bis dahin. Um den Verlust der Akku-Leistung auszugleichen, sollte der Nutzer den Akku immer vollständig entladen, bevor er an ein Netzteil angeschlossen wird. – Das war früher einmal richtig, es handelt sich um den sogenannten Memory-Effekt. Moderne Geräte wie das iPhone X, das Samsung Galaxy Note9 oder das Huawei P20 Pro sind aber mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, die nicht vom Memory-Effekt betroffen sind. Vorher wurden Nickel-Cadmium- oder Nickel-Metallhybrid-Akkus genutzt. Diese konnten durch zu frühes Aufladen auf Dauer an Kapazität verlieren. Nickel-Metallhybrid-Akkus kommen heutzutage nur noch selten zum Einsatz. Nickel-Cadmium-Akkus sind seit 2017 sogar EU-weit verboten.

Smartphone aufladen
Der optimale Ladezustand liegt zwischen 30 und 70 Prozent.

Mythos 3: Akku „trainieren“

Vor der ersten Inbetriebnahme gehören neue Geräte für mindestens zwölf Stunden an die Steckdose, um den Akku zu „trainieren“. – Auch dieser Tipp gehört der Vergangenheit an. Damals musste der Nutzer sein neues Smartphone vollständig aufladen, um die Nickel-Cadmium-Akkus zu konditionieren, damit die vollständige Leistungsfähigkeit erreicht wird. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus ist das lange Laden nicht nötig, denn dort wird der Vorgang beendet, sobald der Akku vollständig aufgeladen ist.

Mythos 4: Falsche Netzteile

Immer wieder wird dazu geraten, das Original-Ladegerät zu benutzen. Grundsätzlich kannst Du Dein Handy aber mit fast allen Netzteilen aufladen. Wichtig ist, dass das Ladegerät TÜV-geprüft und CE-zertifiziert ist und die benötigte Anzahl an Ampere liefern kann. Günstige Netzteile aus Fernost weisen in manchen Fällen große Sicherheitsmängel auf und können Deinem Smartphone durch Spannungsschwankungen schaden.

Aktuelle Smartphones unterstützen zumeist Schnellladetechniken und können mit bis zu fünf Ampere geladen werden. Solltest Du versuchen ein solches Smartphone mit einem älteren Netzteil aufzuladen, das nur ein Ampere ausgibt, dauert es deutlich länger, bis der Akku vollständig geladen ist. Wenn Du unsicher bist, ob Dein Ladegerät für Dein Smartphone geeignet ist, kannst Du prüfen, wie viel Ampere das Netzteil leisten kann. Du findest diese Information auf jedem Ladengerät unter „Output“.

Mythos 5: Laden über Nacht verringert Batterielebensdauer

Viele Nutzer laden ihr Smartphone über Nacht, um morgens mit einem vollen Akku in den Tag zu starten. Das kann modernen Akkus nicht schaden. Eine Sicherheitsfunktion sorgt dafür, dass die Ladung unterbrochen wird, wenn der Akku voll ist. So kann Dein Handy sich nicht überladen. Nachteilig ist allerdings, dass das Smartphone immer auf 100 Prozent aufgeladen wird, was für die Lithium-Ionen-Akkus auf Dauer nicht optimal ist.

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